Einmal von der alten Dorfpumpe in Merten nach Eitorf und zurück

Nun endlich ist es soweit - als erste ihrer Art im ganzen Kreisgebiet steht nun die Mitfahrbank für die Strecke zwischen Merten und Eitorf Zentrum, die am 25.07.2017 offiziell eingeweiht wurde.

Vor allem in ländlichen Bereichen, in denen weite oder beschwerliche Strecken erleichtert werden müssen, sind innovative Mobilitätskonzepte von Nöten. Neben dem praktischen Aspekt von A nach B zu kommen, spielt ebenfalls die Förderung der Kommunikation und sozialen Interaktion eine wichtige Rolle. Diese generationsübergreifende Option der Mobilität wurde im Rahmen der Initiative „Mitten im Leben (MiL)“ des gemeinnützigen Vereins kivi e.V. aufgegriffen, in der gemeinsam mit vielen engagierten, ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern - dem sogenannten MiL-Team - nachhaltige Maßnahmen zur Förderung der Lebens- und Wohnqualität in der Gemeinde Eitorf erarbeitet und realisiert werden. Zwar besitzt Merten eine eigene Bahnhaltestelle, der Weg dorthin kann unter Umständen jedoch ziemlich anstrengend sein, je nachdem wie viel Gepäck man mit sich trägt.

Dem schlechten Wetter trotzend schnitten Walter Stürze in seiner Doppelfunktion als Mitglied des MiL-Teams und Konstrukteur der Mitfahrbank-Beschilderung, Wilfried Müller als stellvertretender Vorsitzender kivi e.V., sowie Joachim Pohl von der Gemeinde Eitorf feierlich das rote Band zur offiziellen Eröffnung der Mitfahrbank durch. Bei diesem besonderen Moment mit von der Partie waren auch einige Ehrenamtliche des MiL-Teams wie auch etliche Interessierte und Unterstützer. (Siehe ebenfalls Extrablatt Eitorf und CDU Eitorf).

Einweihung Mitfahrbank

Wie funktioniert die Mitfahrbank?

Die Nutzung der Mitfahrbank ist völlig kostenfrei und ganz einfach. Jede Person, die auf der Mitfahrbank an der alten Dorfpumpe in Merten oder auf jener bei der Bahnhofstraße vor dem Wohnhaus Nr. 16 in Eitorf - zwischen der Polizeiwache und der Bahnhof Apotheke - Platz nimmt, signalisiert ihr Interesse mitgenommen zu werden. Vorbeifahrende Autofahrerinnen und -fahrer können anhalten und freiwillig und völlig spontan eine Mitfahrgelegenheit anbieten. Die jeweilige Wartezeit auf der Mitfahrbank hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: dem Wetter, der Uhrzeit, dem Verkehrsaufkommen, der Großzügigkeit der Autofahrerinnen und -fahrer und dem Bekanntheitsgrad der Mitfahrbank. Derzeit hängt nur jeweils eine Zielanzeige an den beiden Standorten, nämlich Merten bzw. Eitorf Zentrum (Bahnhofstr. 16). Die Konstruktion der Beschilderungspfähle ermöglicht jedoch das problemlose Anbringen weiterer Zielorte auf umklappbaren Schildern.

Mitfahrerbank Bahnhofstr. 16

Foto: Standort der Mitfahrbank in Eitorf Zentrum, Bahnhofstraße Nr. 16 (zwischen Polizeiwache und Bahnhof Apotheke), gesponsert von Patrick de Schrevel, Geschäftsführer des Alten- und Pflegeheims Schloss Merten

Wie sieht es mit der Sicherheit aus?

Die Benutzung der Mitfahrbank erfolgt auf eigene Gefahr, wobei hierfür wie sonst auch im Leben, der gesunde Menschenverstand und das eigene Verantwortungsgefühl ausreicht. Jede Person entscheidet selbstverständlich selbst, zu wem sie ins Auto steigt bzw. wen sie im eigenen PKW mitnehmen möchte. Anders als in Städten ist im ländlichen Raum, zu dem auch die Gemeinde Eitorf und ihre kleine Ortschaft Merten zählt, die Wahrscheinlichkeit groß, dass Mitfahrende und Mitnehmende einander kennen. Auch im Falle eines Unfalles sind alle Beteiligten auf der sicheren Seite. Die Kfz-Haftpflichtversicherungen bestätigen: Mitfahrende sind stets über die Fahrerin/den Fahrer mitversichert. In Deutschland ist jeder Fahrzeughalter verpflichtet eine Kfz-Haftpflichtversicherung für den eigenen Pkw abzuschließen. Diese beinhaltet alle Ansprüche auf Haftpflicht, auch die der Mitfahrenden. Dabei ist es unerheblich, ob der Autofahrer die Verantwortung für den Unfall trägt oder schuldlos in eine Kollision verwickelt ist. Da beide Fahrzeuge versichert sind, kümmert sich in jedem Fall die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers um die Regulierung der entstandenen Personen- oder Sachschäden. Wer Zweifel hat oder weitere Informationen erhalten möchte, kontaktiert am besten den eigenen Kfz-Haftpflichtversicherer.

Die Mitfahrbank stellt wissentlich keinen Ersatz, sondern eine wunderbare Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr und anderen Mobilitätsmöglichkeiten dar. Menschen kommen miteinander ins Gespräch und die Gemeinschaft wird gestärkt. Erzählen Sie Ihren Familien, Nachbarn, Freunden und Bekannten davon und probieren Sie diese Art von Fahrgemeinschaft doch einfach mal aus!

Ein großes Dankeschön geht an alle fleißigen Beteiligten, die aktiv bei der Realisierung der kreisweit ersten Mitfahrbank mitgewirkt haben. Ein besonderer Dank gilt dem Mitfahrbank-Stifter - Patrick de Schrevel - und dem Konstrukteur der Mitfahrbank-Beschilderung - Walter Stürze!!!


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