Durch den Landessportbund NRW im Rahmen des Programms „Bewegt ÄLTER werden in NRW“ gefördert, realisierte MiL anknüpfend an die drei Schnupperkurse im vergangenen Jahr nun einen 2-Tages-Intensiv-Kurs in Selbstverteidigung & Selbstbehauptung.

An je zwei Abendterminen in Merten-Eitorf und Schönenberg-Ruppichteroth erlernten die Teilnehmenden die Grundlagen der "Vier G-Philosophie": Gefahrenerkennung, Gefahrenvermeidung, Gefahrenbegegnung und Gefahrenüberwindung. Selbst in kürzester Zeit ist es möglich, die eigene (Körper-)Wahrnehmung zu schulen, das Selbstbewusstsein zu stärken und somit die essentiellen Grundlagen einer effektiven Selbstverteidigung zu erlernen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten demnach jede einzelne Minute des 6-stündigen Intensiv-Kurses, um möglichst viele Techniken der Verteidigung zu üben und zu verinnerlichen. Nach einer theoretischen Einführung und einem altersentsprechenden Aufwärmprogramm ging es dann auch schon an's Eingemachte. Ablenken, abwehren, ausweichen, zuschlagen - um sich selbst zu verteidigen, bedarf keinen großen Kraftaufwand, sondern lediglich das Überwinden der eigenen Hemmschwelle und das beherzte und kontrollierte Einsetzen des eigenen Körpers. Neben vielen wertvollen Tipps & Tricks und dem Üben praktischer Angriffe und Verteidigungsmöglichkeiten stand vor allem auch der Spaß im Vordergrund.

Fotogalerie des Kurses

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Als erfahrener Kampfsportler und Inhaber des schwarzen Gürtels in Kung-Fu Dju-Su bietet Peter Bahn innerhalb des Kampfsportvereins Budokan Black Eagle e.V. Budokan Black Eagle e.V. in Sankt Augustin einen ganz besonderen Selbstverteidigungskurs an - einen Kurs speziell für Personen ab 55 Jahren! Ältere Menschen müssen sich nahezu täglich neu behaupten. Sei es bei Pöbeleien auf der Straße, im Umgang mit respektlosen Jugendlichen oder gegenüber renitenten Vertretern an der Wohnungstür. Gefahren lauern überall, ob am Geldautomaten, in dunklen Tiefgaragen, Parkanlagen oder beim Nachhauseweg vom Konzert. Dabei ist es auch Seniorinnen und Senioren möglich, sich in akuten Notsituationen ohne größeren körperlichen Einsatz erfolgreich zur Wehr zu setzen. Dabei bekräftigt Peter Bahn jedoch den generellen Grundsatz "Die körperliche Auseinandersetzung, die nicht stattgefunden hat, ist immer die bessere!". Die eigene körperliche Unversehrtheit stehe stets über dem Verlust von materiellen Dingen.

"Gewalttäter suchen Opfer, keine Kämpfer" - genau aus diesem Grund seien besonders ältere Menschen verhältnismäßig oft Opfer von Übergriffen, da sie von Tätern als schwach und wehrlos eingeordnet werden. Jedoch sei zu betonen, dass Gewalt keinesfalls an ein Alter gebunden ist. Vielmehr liege es stets an der Körperhaltung, der Ausstrahlung von Selbstbewusstsein sowie der Mimik und Gestik, ob eine Person als Opfer ausgewählt wird oder nicht. Die wichtigste Regel sei demnach dem Aggressor deutlich zu zeigen, dass man kein Opfer ist. Im Sinne der Deeskalation sollten dabei nicht die Fäuste geballt, sondern die flachen Hände vor den Körper gehalten und eine laute Stimme eingesetzt werden. Ein kräftiges und überzeugtes "STOPP, LASSEN SIE DAS!" kann dazu führen, dass der Täter ablässt oder Mitmenschen auf die Situation aufmerksam werden. Wichtig sei hierbei, den Gegenüber nicht zu Duzen, sondern mit dem bewussten Siezen stets die emotionale Distanz zu wahren.

Als unverzichtbare Basis der Selbstverteidigung betont der erfahrene Kampfsportler wiederholt die Bedeutung der Wahrnehmungsschulung. Man müsse aufmerksam und mit offenen Augen und Ohren durch das Leben gehen, um potentielle Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen. "Nur wenn ich die Gefahren in meinem Umfeld erkenne, kann ich sie vermeiden bzw. ihnen begegnen", so der Experte. Dabei solle man zwar nicht paranoid, jedoch stets mit einem wachsamen Auge seine Umwelt beobachten, um so seinen 7. Sinn für Gefahrensituationen zu sensibilisieren.


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