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Zur Entwicklung von neuen Lebensweltansätzen (Setting-Ansätzen) der Gesundheits­förderung bei Kindern und Jugendlchen unterstützt der Rhein-Sieg-Kreis seit dem Jahr 2008 den Verein kivi und beauftragt ihn mit der Durchführung verschiedener Programme und Initiativen zur Kinder- und Jugendgesundheit. Im Jahr 2015 ist die Initiative zur Förderung der Gesundheit von älteren Menschen durch Strukturentwicklungen im kommunalen Raum (MiL) hinzugekommen.

Für die Entwicklung von gezielter Gesundheitsförderung und Prävention gilt es in allen öffentlichen und sozialen Lebensräumen der Menschen einen positiven Einfluss sowohl auf deren Lebensbedingungen, als auch auf das individuelle Verhalten und auf den persönlichen Lebensstil zu nehmen.

Die Strategien der Gesundheitsförderung haben vor allem den Aufbau und Förderung von gesunden Lebens- und Umweltbedingungen sowie die Gesundheitsbildung, die Verbesserung sozialer Kompetenzen und von Chancengleichheit zum Ziel. Dabei ist die partnerschaftliche Kooperation insbesondere mit den Kommunen, dem KreisSportBund Rhein-Sieg und den kommunalen Jugendämtern ein wichtiger Faktor für gelingende Programme.

So setzten der Rhein-Sieg-Kreis und kivi e.V. gemeinschaftlich Programme, Aktionen und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in den Kommunen um.


Programme der Gesundheitsförderung in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen

Flagge Meile klNach der Idee von „Präventionsketten“ soll Gesundheitsförderung und Prävention in allen Altersgruppen und in allen Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen voran getrieben werden.

Aus diesem Grund setzt kivi Programme der Gesundheitsförderung für Multiplikatoren der verschiedenen Altersgruppen um:

0 - 3 Jahren: KITA Vital Zertifikatkurs und Fortbildungen für Tagespflegepersonen

0 - 6 Jahre: KITA Vital - gute gesunde Kindertageseinrichtung

5 - 11 Jahre: Tutmirgut – gesunde Schule in Grundschulen

0 - 24 Jahre: Verein.t.gesund bei Sportvereinen

12 - 18 Jahre: GUT DRAUF in weiterführenden Schulen, Sportvereinen, Jugendzentren

Langfristiges Ziel ist es durch die Verbindung und Vernetzung der einzelnen „settings“ Schritt für Schritt ein Gesamtkonzept zum Aufbau von „gesunden Verhältnissen“ und „gesundem Verhalten“ nach einem integrierten Handlungskonzept in den Kommunen zu entwickeln und auszubauen.


Ziele der Kinder- und Jugendgesundheit

Grundsätzliches Ziel jeglicher Anstrengung der Gesundheitsförderung in der Lebenswelt (setting) von Kindern und Jugendlichen ist der Aufbau und die Stärkung ihrer individuellen Gesundheitskompetenzen.

Der Begriff „Gesundheitskompetenz“ ist eng an die Aussagen der WHO Ottawa-Charter gebunden: Gesundheit und Gesundheitskompetenzen werden im alltäglichen Lebensumfeld, also auch in der Kita, in der Schule oder dem Sportverein maßgeblich entwickelt und beeinflusst. Um die Gesundheitskompetenz zu stärken, müssen adäquate Anregungen, Bildungsgelegenheiten, Informationen und entsprechende Strukturen bzw. Verhältnisse im jeweiligen setting durch Multiplikatoren geschaffen werden. Dies gelingt über die Verbindung von Verhaltensprävention und der Schaffung von gesundheitsförderlichen Verhältnissen, in denen Kinder lernen, einüben und reflektieren können, selbstbestimmte Kontrolle über die Determinanten von Gesundheit aufzubauen und langfristig zu übernehmen.

Nichtmedizinische Gesundheitsthemen in Kita, Schule und Verein sind Bewegung, gesunde Ernährung, Umgang mit belastenden Situationen, Möglichkeiten der Entspannung, Zahngesundheit, Hygiene, Unfallschutz und einiges mehr.

Mit den Aktionen von kivi e.V. werden in den Lebenswelten von Kindern, in Kindertageseinrichtungen, Schulen, in (sozial-)pädagogische Einrichtungen und in (Sport-)Vereine in den verschiedenen Altersstufen ganzheitlich und gesundheitsförderliche Strukturen und Angebote gestärkt und aufgebaut. Kinder und Jugendliche haben hier die Möglichkeit, eigene körperliche und seelische Balance zu entwickeln und gesundheitsrelevante Ressourcen nachhaltig aufzubauen.


Fachliche Schwerpunkte in der Kinder- und Jugendgesundheit

  • Gesunde Ernährung, Alltagsbewegung und sportliches Engagement, Gesundheitsschutz sowie Ansätze der Förderung seelischer Gesundheit sind Eckpunkte der gemeinsamen Anstrengung zur Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern und Jugendlichen.
  • Einheitliche Qualitätsstandards mit eindeutigen Qualitätskriterien sind für die Einrichtungsentwicklung der Schulen und Einrichtungen in diesen Programmen entwickelt und bereitgestellt worden, die einen soliden Rahmen für den gesundheitsbezogenen Entwicklungsprozess der Schulen und Einrichtungen bilden.
  • Gesundheitsförderung hat stets das Ziel und das Anliegen alle Menschen, männlich oder weiblich und aus allen sozialen Schichten und Kulturen zu befähigen, sich gesundheitsgerecht zu verhalten sowie Gesundheitskompetenzen aufzubauen.
  • Gesundheitsförderung ist ein wesentlicher Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schulen, Einrichtungen, Vereine und des Sozialraumes/der Dorfgemeinschaft. Dafür werden Multiplikatoren (Lehrkräfte, Sozialarbeiter/Sozialpädagogen, ÜbungsleiterInnen, Kita-Fachkräfte, Ehrenamtliche etc.) geschult, begleitet und gecoacht.
  • Das Umfeld der Zielgruppen liegt im Rahmen einer Sozialraumorientierung der Programme im Zentrum der Betrachtung und eröffnet den Partnern vor Ort neue Aufgabenstellungen und Dimensionen ihrer Arbeit.
  • Wichtiges Prinzip der Einrichtungs- und Sozialraumentwicklungen ist Partizipation, d.h. die Mitwirkung und Beteiligung der jeweiligen Zielgruppen bei der Veränderung von Lebensbedingungen und Einrichtungsstrukturen.
  • Erziehungspartnerschaft mit Familien und Eltern in den verschiedenen Handlungsfeldern der Programme ist ein wichtiges Aufgabenfeld der Einrichtungsentwicklung im Bereich Kinder- und Jugendgesundheit.
  • "Nur gesunde Lehrkräfte und Betreuer können zur Gesundheit ermutigen und erziehen." Wichtiges Handlungsfeld der Gesundheitsförderung ist deshalb die Gesundheit der Multiplikatoren und die Betrachtung des Arbeitsplatzes der Beschäftigten, die Gesundheitsförderung durchführen (BGM).

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Karsten Heusinger

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