Mit Spannung erwartet wurden Heinz Frey und Christian Klems am Donnerstag, dem 21.03.2018, im Bürgertreff Dambroich. Sie hatten die Ergebnisse der Bürgerbefragung im Gepäck. Insgesamt waren 140 Fragebögen ausgefüllt worden, davon nur ein geringer Teil online. Dies war sicher auch den vielen Helferinnen und Helfern zu verdanken, bei denen sich Wilfried Müller, stellv. Vorstand bei kivi e.V., noch einmal ganz herzilch bedankte.

Letzen Endes waren sie es, die die Befragung möglich machten, indem sie Dambroichs Straßen unter sich aufteilten und dann von Haustür zu Haustür gingen. Sie lieferten die Fragebögen ab, versuchten, möglichst viele Menschen persönlich zu erreichen. Dabei gaben sie viele Informationen zu dem geplanten Projekt, ein multifunktionales Dorfzentrum für Dambroich. Müller dankte auch der Stadt Hennef für die Kooperation.

Viel Zahlenmaterial

brachten Klems und Frey dann auch mit aus Jülich, dem Hauptsitz der DORV-UG. Erfreut waren die über 50 Anwesenden, dass sich 63% der Befragten für die Einrichtung eines Dorfzentrums aussprachen, nur 1,6 % gaben an, "das ist Blödsinn". Offensichtlich wissen die Menschen wovon sie sprechen, denn fast 50 % der Befragten leben seit über 10 Jahren in Hennef Dambroich. Das Alter derer, die sich an der Fragebogenaktion beteiligten, lag in einem guten Durchschnitt, ein hoher Anteil der Befragten gab an, in einem 2- Personen-Haushalt zu leben. Erstaunt war Frey, wiewiele Bürgerinnen und Bürger angegeben hatten, in einem der Vereine in Dambroich aktiv zu sein, immerhin 38 %, der Durchschnittswert bei anderen Befragungen der Fachleute liegt bei 25%. Allerdings, so Frey gäbe es hier noch Potential, Menschen für die Idee des Projektes zu gewinnen.

Aufgaben auf möglichst viele  Schultern verteilen kann gelingen, wenn der Kreis derer, die das Dorfzentrum unterstützen, sich vergrößert

Überzeugend am Ergebnis der Befragung war, dass sich viele Menschen in Dambroich dafür aussprachen, dass ein Dorfzentrum mehr vorhalten muss, als nur Lebensmittel. Sie wünschen sich neben einem Lieferservice auch Möglichkeiten für soziale Kontakte, eine Cafeecke und mehr Kultur vor Ort. Alles Angebote, die den Grundgedanke von DORV aufgreifen. Auch das Qualtität vor dem Preis gewann und ein großes Bedürfniss nach Produkten aus der Region angekreuzt wurde, bestätigte die Entscheidung, weiter zu gehen auf dem Weg Richtung Dorfzentrum. Noch am gleichen Abend wurden auf der Bürgerversammlung Arbeitsgruppen eingerichtet. Es werden aber noch Interessierte gesucht, die mitmachen möchten. Alle, egal ob Mann oder Frau, jung oder alt können sich beteiligen, es ist dafür auch nicht notwendig, in Dambroich zu leben. "Je mehr Menschen sich beteiligen, desto weniger hat der Einzelne an Arbeit", so lautet die Devise, Ziel ist es, die Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen. In den Gruppen geht es um Finanzen und Bau/Umbau von Räumlichkeiten, aber auch darum, mit regionalen Anbietern in Kontakt zu kommen, das Warensortiment zu planen oder um die Ausgestaltung der Räume. Wer Interesse hat, kann sich bei kivi e.V. im Projektbüro melden (Tel. 02241/14 85 308) oder eine E-Mail schicken. Noch besser ist es natürlich, sich im Dorf z.B. an Cornelia Miethe zu wenden. Die Listen für die Arbeitsgruppen werden im EDEKA-Laden in Dambroich ausliegen, dort kann man sich direkt einschreiben und wird dann konataktiert.

Es müssen noch Hürden genommen werden....

... gab Christian Klems zu bedenken. Auch wenn die Befragungsergebnisse durchaus positiv zu werten sind, wies er darauf hin, dass ein großes Stück auf dem Weg zum Nahversorgungszentrum noch gegangen werden müsse. Ein Knackpunkt sei dabei auch, dass viele Menschen in Dambroich und den umliegenden Ortschaften, über einen PKW verfügen. Deshalb sei es wichtig, das Angebot so zu gestalten, dass das  Dorfzentrum eine große Anziehungskraft bekommt. Außerdem müssten auch jüngere Menschen in das Projekt eingebunden werden.

Trotzdem endete die Bürgerversammlung mit guter Stimmung, denn die beteiligten Bürgerinnen und Bürger waren sich einig, dass es sich lohnt, in die nächste Runde zu gehen. Nach den Osterferien soll kurzfristig ein Termin für ein erstes Treffen der Gruppen erfolgen.