Bereits zum zweiten Mal frönte man an einem schönen Samstag Nachmittag in geselliger Runde der Wanderslust im Windecker Ländchen. Ziel war der sagenumwobene Heilbrunnen bei Ohmbach.

Ein klarer Quell in trüben Zeiten - dem Heilbrunnen in der bewaldeten Talsenke zwischen Leuscheid und Herchen wird eine wahre Wunderwirkung nachgesagt.

Der Legende aus dem 13. Jahrhundert nach, kam vor 800 Jahre eine adlige Tochter an der Quelle vorbei, um eine letzte Rast auf ihrem Weg von der Burg Grenz bei Dierdorf zum Zisterzienserinnenkloster in Herchen bei Obersaal einzulegen. Sie war erblindet, doch kaum hatte sie vom kühlen Nass der Quelle getrunken und ihr Antlitz damit erfrischt, erlangte sie auf wundersame Weise ihr Augenlicht zurück. Überwältigt von diesem Erleben sank sie auf die Knie und dankte Gott für diese übernatürliche Heilung. Aus diesem Anlass ließ das Kloster in Herchen diese mystische Quelle als Brunnen einfassen. Man munkelt, es seien seither noch weiterer solcher Wunder geschehen ...

Kivi 1 29.7.17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Davon wollte sich auch die MiL-Wandergruppe persönlich überzeugen und startete am 29.07.2017 ihren Fußmarsch zum Heilbrunnen. Auch diesmal folgten über 20 Naturfreunde der Einladung des MiL-Teams für's Leuscheider Land. Erfreulicherweise waren auch viele Einheimische bei der Wanderung dabei. Das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch von MiL-Ehrenamtlichen und Interessierten ist bei jeglichen Angeboten und Veranstaltungen ein netter Nebeneffekt, so auch beim Wandern durchs Windecker Ländchen.

Fremdenführer Günter Budach war wie zuvor auch wieder vollkommen in seinem Element und wusste auf dem Wege zum Heilbrunnen immer wieder von Begebenheiten aus dem Leuscheider Land und von Leuscheider Originalen zu berichten. Der erste Stopp war auf der „Pattscheidt“, wo sich der Weg zum Heilbrunnen und der Natursteig Sieg kreuzt. An dieser Stelle hat ein kleines Dorf namens „Augebich“ gestanden. Das Dorf wurde im dreißigjährigen Krieg anno domini 1632 durch den Schwedengraf Baudissin mit seiner Horde gebranntschatzt und die Menschen ermordet. Das Dorf wurde nicht wieder aufgebaut. Es ist aber in der Mercatorkarte von 1575 aufgeführt. Noch um 1950 wurden Mauerrest, Wasserkanäle und sogar Teile eines Friedhofes gefunden.

Kivi 2 29.7.17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Heilbrunnen angekommen, wartete eine kleine Stärkung auf die Truppe: eine Kaffeetafel und selbstgemachter Kuchen aus dem Hause Budach. Ein herzliches Dankeschön dafür! Das Wasser im Heilbrunnen ist nachweislich keimfrei und genießbar. Auch in der Neuzeit wird von einer heilenden Wirkung dieses Wassers berichtet. Von weither kommen Menschen zum Heilbrunnen und holen sich das vermeintlich heilende Wasser. Der Rückweg führte schließlich vorbei an der Kreisstraße 7 über den Höhenrücken mit einem herrlichen Ausblick auf das Siebengebirge, bis hin zum Kölner Dom. Zurück in Leuscheid ließ der Großteil der Wanderguppe den Ausflug noch in der gemütlichen Gaststätte "Alt Löschend" ausklingen, um gemeinsam in alten Erinnerungen zu schwelgen und auf den schönen Tag zurückzublicken.

Das MiL-Team für's Leuscheider Land plant für Herbst 2017 nochmals eine Führung durch den Ort Leuscheid unter dem Motto "Leuscheid - früher und heute". Weitere Informationen folgen in Kürze ...

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